Was damit gemeint ist
Liminalität kommt vom lateinischen limen, Schwelle. Ein Zustand ist verlassen, der nächste noch nicht erreicht. Weder das eine noch das andere. Das ist hier kein rein philosophischer Begriff, sondern die Linie durch mehrere Ebenen der Arbeit.
Künstlerisch
Die collagierten Werke von EinOhm legen Naturfotografie über Zeichnung: organische, zelluläre Texturen, Licht- und Wasserreflexionen, darüber weisse Konturlinien mit scharfkantigen, diagonal versetzten Schnitten. Organisch trifft geometrisch. Formal ist das selbst ein Schwellenakt.
Symbolisch
Das Schlangenhaut-Motiv von Second Skin steht für Häutung. Die alte Hülle ist abgestreift, die neue noch nicht vollständig da. Liminalität als Körperbild.
Second Skin
Philosophisch
Die Computergeisttheorie fragt nach emergentem digitalem Bewusstsein. Auch das ist eine Schwelle: der Punkt, an dem etwas beginnt, mehr zu sein als seine Bestandteile, ohne dass klar ist, wann genau das geschieht.
Computergeisttheorie
Strukturell
Wandel in Organisationen, besonders durch KI-Transformation, erzeugt dieselben Zwischenzustände. Alte Prozesse tragen nicht mehr, neue sind noch nicht etabliert. Menschen in dieser Zone zu begleiten, gehört zur Arbeit als Data & Systems Architect und in der Lehre.
Lehre
Angewandte Praxis
Zwei Techniken für diesen Zwischenraum sind in Ausarbeitung: eine Schutzmeditation mit Farben und Kugeln und eine Übung zu Resilienz als zweite Haut. Eine Klangarbeit folgt.