Lehr-Lern-Philosophie
Sinnkonstruktion
Ich verstehe Lernen als Sinnkonstruktion. Studierende bauen Wissen auf, indem sie es durchdenken, anwenden und mit eigenen Erfahrungen verknüpfen. Das folgt dem sozial-konstruktivistischen Lernverständnis (Vygotsky): Bedeutung entsteht in Interaktion, nicht durch passives Aufnehmen.
Struktur und Autonomie
Zugleich verbinde ich verlässliche Rahmen mit eigenständigem Entscheiden. Die Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan) nennt Autonomie, Kompetenz und soziales Eingebundensein als Motivationsbedingungen. Diese drei Punkte gestalte ich in Lernumgebungen bewusst mit.
Aktivierung und Vorwissen
Aktivierung setze ich gezielt ein: Praxisbezug, Fallarbeit und Vorwissen zu Beginn einer Einheit. An Ausubel anknüpfend braucht neues Wissen Anker im Vorwissen. Studierende sollen von Anfang an mitdenken, nicht in die Zuhörerrolle gedrängt werden.
Meine Rolle als Lehrperson
Ich verstehe meine Rolle situationssensibel und bewusst vielschichtig: als Gestalter eines lernförderlichen Kontexts, als Wissensvermittler, Coach, Moderator und Vorbild, je nach Lernphase, Gruppengrösse und Lernziel. Manchmal strukturiere ich und gebe Orientierung, manchmal trete ich zurück und lasse Raum für Eigenaktivität.