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Thomas Fankhauser · Bildender Künstler · EinOhm

Seit über zwölf Jahren arbeite ich als bildender Künstler unter dem Namen EinOhm. Zeichnung, Fotografie und digitale Komposition treffen dort zusammen. Die Praxis entstand als Gegengewicht zur strukturierten Arbeit in der Informatik. Geprägt haben sie das Propädeutikum an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und ein Aufenthalt in Mexiko, wo ich in Kollektiven mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern gearbeitet habe. Im Zentrum stehen Liminalität, Bewusstsein und Schwellenzustände. Dieselben Fragen trägt die Computergeisttheorie, eine Auseinandersetzung mit emergentem digitalem Bewusstsein.

Prozess

Die Werke sind Collagen aus mehreren Fotoschichten. Organische, zellhafte Texturen aus Natur- und Wasserreflexionen verbinden sich mit weissen Konturlinien und scharfkantigen, diagonal versetzten Schnitten.

Materialquellen sind eigene Naturaufnahmen und historische Archivbilder, etwa Textilfragmente aus dem Dura-Europos-Archiv. Der Prozess beginnt meist draussen, Kamera dabei. Über Malerei und Zeichnung führt er zurück an den Bildschirm. Dort verdichte ich die Schichten in Pixelmator zur fertigen Komposition.

Mit X-Bionic entsteht derzeit eine limitierte Art-Series-Kollektion mit einem Teal-Muster. Vorgestellt wird sie am Verbier Ultra.

Technologie & Innovation

Technologie ist für mich Werkzeug und Thema zugleich. Ich prüfe, wie digitale Systeme unsere Wahrnehmung und Beziehungen verändern.

Neues entsteht, wenn ich Analoges und Digitales verbinde: Zeichnung und Algorithmus treffen aufeinander und erzeugen andere Muster.

Gesellschaft & Werte

Kunst öffnet Räume für andere Gespräche. Sie kann das Tempo senken und den Blickwinkel verschieben.

Meine Arbeit orientiert sich an Neugier, Klarheit und Respekt vor Komplexität. Der Dialog zwischen Werk und Betrachtenden bleibt dabei zentral.

Mensch und Maschine

Meine Arbeiten kreisen um eine Frage: Was bleibt, wenn Menschen und Maschinen sich gegenseitig immer ähnlicher werden?

Ich suche nach dem, was Systeme nicht abbilden können: nach dem Rest, der sich der Vermessung entzieht.